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Internationale Solidarität
Die BDS-Bewegung wächst - Massenproteste in Irland für umfassenden Boykott der Besatzungsmacht
Internationale Solidarität, The Palestinian Anti-Apartheid Wall Campaign, Jun 11, 2007
An die 1000 Menschen waren am 9. Juni in Dublin zusammengekommen, um gegen die 40-jährige Besatzung des Westjordanlandes, des Gazastreifens und des verbleibenden Teils Jerusalems durch die israelische Armee zu protestieren. Unter strahlend blauem Himmel zog die Demonstration, zu der Menschenrechtsgruppen, GewerkschafterInnen und mehrere Parteien aufgerufen hatten, durch das Stadtzentrum Dublins.
Schon mit der Demoroute war ein klares Signal an die westlichen Regierungen gesetzt und die Forderung nach einem Ende ihrer Unterstützung für das Apartheidregime Israel untermauert worden. Sie führte am Dail, dem irischen Parlament sowie dem Sitz der Europäischen Union in Irland vorbei, die unter Aufgabe des Grundsatzes der Gerechtigkeit Sanktionen gegen Palästina verhängt hatte, während sie weiterhin als enger Verbündeter der Besatzungsmacht auftritt. Die Schlusskundgebung fand an einem symbolträchtigen Ort, vor dem General Post Office in der O’Connel Street statt, wo 1916 der Osteraufstand, die irische Intifada, begonnen hatte.
Die Forderung nach dem Ende der Besatzung war das zentrale Thema auf der Abschlusskundgebung. Raymond Deane, von der Irischen Palästina-Solidaritätskampagne (IPSC), unterstrich die Notwendigkeit, gegen das israelische Besatzungsregime Boykott, Investitionsstopp und Sanktionen (BDS) zu organisieren. Er sagte: „Wir müssen die Irische Regierung dazu auffordern, sich auf der internationalen Bühne für Sanktionen gegen den Apartheidstaat Israel stark zu machen. Sanktionen haben schon einmal einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, ein Apartheidregime zu Fall zu bringen, wie das Beispiel Südafrikas zeigt. Wir alle müssen ein Zeichen setzen, indem wir israelische Produkte boykottieren. Unsere Supermärkte sind heute voll davon – besonders mit israelischen Kartoffeln. Als ob gerade wir in Irland keine Kartoffeln hätten! Außerdem ist es notwendig, dass wir alle mithelfen, einen umfassenden Boykott Israels im Sport, im Kultursektor und im universitären Bereich in die Tat umzusetzen.“
Hikmat Ajjuri von der Palästinensischen Generalvertretung in Irland und Dr. Bassam Al-Nasr von der Palästinensischen Gemeinde machten in ihren Redebeiträgen klar, wie notwendig es ist, ein Ende des Boykotts der gewählten Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde zu erreichen; Margaretta D’Arcy, eine jüdische Feministin und Theaterautorin, erinnerte in ihrem Beitrag an die Stärke und das Leid palästinensischer Frauen unter Besatzung; Saed Abu Hijleh, ein palästinensischer Lyriker und Wissenschafter, dessen Ausreise aus Palästina die Besatzungsmacht bis zuletzt versucht hatte zu verhindern, sprach von einem Weg zur Verwirklichung von Gerechtigkeit und seiner Vision für die Zukunft, von der Überwindung von Apartheid und Besatzung durch die Schaffung eines gemeinsamen demokratischen Staates für alle seine BürgerInnen.
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| Oben: Mit diesem Poster der irischen Palästina-Solidaritätskampagne (IPSC) war zum internationalen Aktionstag gegen 40 Jahre Besatzung aufgerufen worden. |
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| Oben: Ein die-in vor dem irischen Sitz der EU zeigt deren Mitverantwortung für die verheerende humanitäre Situation in Palästina auf. |
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