*UPDATE* Internationale AKTIONSTAGE 9. und 10. Juni 2007 Die Welt sagt NEIN zur israelischen Besatzung!
Internationale Solidarität, The Palestinian Anti-Apartheid Wall Campaign, May 30, 2007
*LISTE der weltweiten Protestveranstaltungen um den 9. und 10. Juni
*Unterzeichnet diesen Aufruf durch ein E-Mail an: ICNPcall@gmail.com
*Die englische Originalversion des Aufrufes
*Die spanische Version des Aufrufes
*Portugiesischer Aufruf
*Der französische Aufruf
ICNP - International Coordination Network on Palestine (ICNP) – Internationales Koordinationsnetzwerk für Palästina
AUFRUF
Global Day of Action: June 9-10, 2007 The World Says NO to Israeli Occupation! Die Welt sagt NEIN zur israelischen Besatzung!
Im Juni 2007 schließt sich das 40. Jahr der israelischen Besatzung Ostjerusalems, des Westjordanlandes, des Gazastreifens und der syrischen Golanhöhen. Am 9. und 10. Juni 2007 werden die PalästinenserInnen gemeinsam mit Menschen in aller Welt ihr klares NEIN zur israelischen Besatzung zum Ausdruck zu bringen.
Die Bilanz von 40 Jahren israelischer Besatzung
Seit 40 Jahren baut Israel völkerrechtswidrig Siedlungen auf Grundstücken, die PalästinenserInnen gewaltsam genommen wurden.
In 40 Jahren Besatzung sind tausende und abertausende PalästinenserInnen ermordet worden; mehr als 12.000 palästinensische Wohnhäuser wurden dem Erdboden gleichgemacht; insgesamt 650.000 PalästinenserInnen saßen insgesamt in israelischen Gefängnissen und Lagern; mehr als eine Million Olivenbäume wurden gerodet.
Seit 2002 wird die Apartheidmauer auf besetztem palästinensischem Land errichtet. Sie zielt darauf ab, die palästinensische Bevölkerung im dicht bebauten Gebiet einzuzwängen, und ihnen nichts weiter als ein Rumpfterritorium übrig zu lassen. Während PalästinenserInnen in gettoartigen Bantustans dahinvegetieren, zementiert Israel seine aggressive Expansionspolitik nun mit einer Mauer in die palästinensische Erde. Diese Mauer trennt Menschen von ihren Dörfern, Bauern von ihrem Land, SchülerInnen von ihren Schulen und ArbeiterInnen von den Fabriken und Werkstätten. Obwohl der Internationale Gerichtshof ausdrücklich festgestellt hat, dass Israel mit der Errichtung der Mauer Völkerrecht bricht, frisst sie sich immer weiter ihren Weg und umzingelt palästinensische Städte und Dörfer. Mit der Mauer wird mit einem Schlag der größte Landraub in der Geschichte dieser 40-jährigen Besatzung in die Tat umgesetzt. In seinem jüngsten Krieg gegen den Libanon hat Israel der Welt seinen erbarmungslosen Militarismus und Unilateralismus offen zur Schau gestellt. Israel schafft durch die Annexion von palästinensischem Land und mit dem Versuch, sich dessen palästinensischer BewohnerInnen zu entledigen Tag für Tag gewaltsam neue faktische Gegebenheiten in den besetzten palästinensischen Gebieten, die es um jeden Preis unter seiner Kontrolle behalten will.
40 Jahre – die langandauernste Besatzung weltweit
Schon seit 40 Jahren werden den PalästinenserInnen von Seiten Israels ihre international anerkannten Rechte vorenthalten. Das Recht auf Nahrung, Wasser, Bildung, Eigentum und Gesundheitsversorgung wird den PalästinenserInnen systematisch verweigert. Die Besatzungsmacht operiert mit einem engmaschigen Netzwerk aus Checkpoints, der Totalabriegelung ganzer Dörfer und Städte, mit Stacheldraht und Militärsperren, mit Belagerungen und Ausgangssperren. Das Recht, sich im eigenen Land oder in der eigenen Stadt frei zu bewegen, existiert für PalästinenserInnen nicht mehr; als weitere Verletzung der Genfer Konvention sei an die Kollektivbestrafungen erinnert, welchen die gesamte palästinensische Bevölkerung unterworfen wird. Im Zuge der Massenverhaftungen wurden auch Dutzende palästinensische Parlamentarier und gewählte Minister entführt und in die Gefängnisse der Besatzungsmacht geworfen. Seit dem Jahr 2000 hat Israel mit seinen so genannten „gezielten Tötungen“ über mehr als 337 PalästinenserInnen das faktische Todesurteil ausgesprochen und mit F-16 Bombern US-amerikanischer Produktion oder den Hellfire-Raketen vollstreckt. Dabei starben auch 129 PalästinenserInnen, die überhaupt nicht „Ziel“ dieser Anschläge waren. Unter den Ermordeten befanden sich viele Kinder.
Apartheid - ein internationales Verbrechen
Vor 30 Jahren erklärten die Vereinten Nationen die Apartheid zu einem völkerrechtlichen Verbrechen. Sie verurteilten die Anwendung von Apartheid als politisches Regime und versprachen, sie in all ihren Erscheinungsformen und überall in der Welt zu bekämpfen. Heute, 12 Jahre nach dem Fall des Apartheidregimes in Südafrika, fährt Israel seelenruhig fort, sein eigenes Apartheidsystem auszubauen. Mit diesem Appell rufen wir die Vereinten Nationen auf, gemeinsam mit uns auch diesmal Apartheidpolitik als solche zu benennen, zu verurteilen und dieses Verbrechen zu bekämpfen. Wie schon in der Vergangenheit sind wir auch heute überzeugt, dass die Verantwortlichen für ihre Verbrechen gerade zu stehen haben und eines Tages vor Gericht gestellt werden.
Die Duldung des Rechtsbruches
Während all dieser Jahre der Besatzung macht sich Israel des andauernden Rechtsbruches durch die Verletzung dutzender UN-Resolutionen und unzähliger völkerrechtlicher Verpflichtungen schuldig. Auch die internationale Gemeinschaft kann sich nicht aus ihrer Verantwortlichkeit für die Duldung dieser Situation stehlen. Viele Regierungen aus allen Teilen der Welt und in erster Linie die Vereinigten Staaten tragen wegen ihrer aktiven und bedingungslosen Unterstützung der israelischen Besatzung ebenso Verantwortung dafür, dass bis heute die Rechte der PalästinenserInnen mit Füßen getreten werden. Andere wiederum nahmen die Rolle des stillen Zuschauers ein, oder protestierten nur allzu zaghaft, sodass den andauernden Völkerrechtsverletzungen Israels innerhalb der internationalen Gemeinschaft keinerlei nennenswerter Widerstand entgegengesetzt wurde.
UNSERE ANTWORT AUF 40 JAHRE BESATZUNG
Wir, die Mitglieder des International Coordination Network on Palestine (ICNP) – Internationales Koordinationsnetzwerk für Palästina, treiben den Aufbau gewaltfreier internationaler Kampagnen voran, die Boykott, Investitionsstopp und Sanktionsforderungen in die Praxis umsetzen und organisieren ein breit gefächertes politisches und kulturelles Sensibilisierungsprogramm, mit dem Höhepunkt der
INTERNATIONALEN AKTIONSTAGE am 9. und 10. Juni 2007 unter dem Motto „DIE WELT SAGT NEIN ZUR ISRAELISCHEN BESATZUNG“.
An diesen beiden Tagen werden gleichzeitig Menschen in aller Welt die Forderung nach einem Ende der Besatzung und der Verwirklichung der unverkäuflichen Rechte des palästinensischen Volkes auf die Straße tragen, allen voran das Recht auf Selbstbestimmung und das Recht auf einen unabhängigen souveränen Staat mit der Hauptstadt Jerusalem.
Wir werden unsere Regierungen darauf drängen, die militärische, wirtschaftliche und diplomatische Unterstützung für Israels völkerrechtswidrige Besatzung einzustellen und stattdessen ihre Außenpolitik an neuen Grundsätzen auszurichten, die das Ende der Besatzung, die Gleichberechtigung und einen umfassenden gerechten und dauerhaften Frieden herbeiführen können. |
Macht mit! - denn DIE WELT SAGT NEIN! ZUR ISRAELISCHEN BESATZUNG
- UNTERZEICHNET diesen Aufruf: durch ein E-mail an: ICNPcall@gmail.com - MOBILISIERT AN DEN AKTIONSTAGEN 9. und 10. Juni ZU PROTESTEN GEGEN DIE BESATZUNG
* Um Eurer eigenen Protestinitative Nachdruck zu verleihen, teilt uns mit, wann ihre wo, welche Art von Protest veranstaltet und wie man Euch erreichen kann. Wir veröffentlichen eine Liste der weltweit geplanten Aktivitäten.
* Um Euer Infomaterial, Eure Sticker, Flugblätter, Poster auch anderen AktivistInnen zur Verfügung zu stellen, schickt eure Protestmaterialien an ICNPcall@gmail.com . Wir werden eine Auswahl der eingehenden Materialien veröffentlichen und weltweit verbreiten.
mehr zum Thema
Mehr zum Stichwort Aktionstage auf dieser Webseite.
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