Ken Loach unterstützt Boykottaufruf palästinensischer FilmemacherInnen - Der britische Regisseur fordert ein Ende der Unterdrückung der PalästinenserInnen
Internationale Solidarität, Palestinian Grassroots Anti-Apartheid Wall Campaign, Nov 1, 2006
NEUIGKEITEN ZUM KULTURBOYKOTT
*DEZEMBER 2006 - 94 AutorInnen, FilmemacherInnen, MusikerInnen und Kunstschaffende rufen zum Kulturboykott Israels auf"
*Israel bei Filmfestival von Locarno als Sponsor ausgeladen
HINTERGRÜNDE
KULTURBOYKOTT – Palästinensische KünstlerInnen rufen zur Unterbrechung aller kulturellen Beziehungen mit dem Besatzungsregime auf!
Der britische Regisseur und diesjährige Gewinner der Goldenen Palme der Filmfestspiele von Cannes, Ken Loach, setzt sich für den Boykott staatlich geförderter israelischer Kulturinstitutionen ein. Er unterzeichnete Ende August den jüngsten Boykottaufruf palästinensischer FilmemacherInnen und KünstlerInnen. Loach fordert dazu auf, die Boykottinitiative auf breiter Ebene zu unterstützen. Er selbst werde, so kündigte er an, „nicht am Haifa Film Festival oder ähnlichen Veranstaltungen“ teilnehmen. Den PalästinenserInnen bleibe „angesichts der vierzigjährigen Besetzung ihres Landes, der Zerstörung ihrer Häuser, der Entführungen und der gezielten Morde an der Zivilbevölkerung nichts anderes übrig, als zum Mittel des Boykotts zu greifen.“
Ken Loach gewann vor kurzem die Goldene Palme in Cannes mit dem Film „The Wind that Shakes the Barley“, der britische Kriegsverbrechen während des irischen Unabhängigkeitskrieges thematisiert. Anfang August protestierten er gemeinsam mit Noam Chomsky, Arundhati Roy und anderen in einem offenen Brief gegen die Verwüstung des Libanon und Gazas durch das zionistische Regime: „Der Terror, der dem Libanon auferlegt wird, wiederholt sich im Ghetto von Gaza, während die so genannte‚Internationale Gemeinschaft’ zusieht und schweigt. In der Zwischenzeit wird das, was von Palästina noch übrig war, unter direkter Teilnahme der USA und der stillen Zustimmung seiner Verbündeten annektiert.“
Indes zeigt der palästinensische und internationale Kulturboykott Wirkung: Kurz nach Beginn der zionistischen Aggression gegen Gaza und den Libanon weigerten sich die Filmfestivals von Locarno und Edinburgh, bereitgestellte Sponsorgelder Israels anzunehmen.
Das Statement von Ken Loach
„Ich unterstütze den Aufruf von palästinensischen Filmschaffenden, KünstlerInnen und Kulturschaffenden zum Boykott staatlich geförderter israelischer Kulturinstitutionen und fordere alle auf, sich dieser Kampagne anzuschließen.
Angesichts der vierzigjährigen Besetzung ihres Landes, der Zerstörung ihrer Häuser, der Entführungen und der gezielten Morde an der Zivilbevölkerung bleibt den PalästinenserInnen nichts anderes übrig, als zum Mittel des Boykotts zu greifen.
Zudem besteht keinerlei Aussicht auf ein baldiges Ende dieser Unterdrückung.
Als britische StaatsbürgerInnen müssen wir unsere Verantwortung für diese Situation anerkennen. Es ist unsere Pflicht, die britische und US-amerikanische Regierung für die Unterstützung und Bewaffnung Israels öffentlich zu verurteilen. Wir müssen uns überhaupt dem Staatsterrorismus entgegenstellen, den die britische und US-amerikanische Regierung durch ihre illegalen Kriege und Besatzungen ausüben.
Es ist unmöglich, die Aufrufe unserer palästinensischen GenossInnen zu ignorieren. Deshalb werde ich an den Filmfestspielen von Haifa und ähnlichen Veranstaltungen nicht teilnehmen.“
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