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Internationale Solidarität
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Indonesiens Tennisteam boykottiert Apartheidregime Israel als Antwort auf die Massaker im Gazastreifen
Internationale Solidarität, Palestinian Grassroots Anti-Apartheid Wall Campaign , Jul 15, 2006

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Das indonesischen Tennisdamenteam, das nach am 15. und 16. Juli zu einem Play-off im Federation Cup in Israel antreten sollte, hat sich aus Solidarität mit den PalästinenserInnen aus dem Wettbewerb zurückgezogen. Der indonesische Tennisverband PELTI und Regierungsvertreter des Sport- und des Außenministeriums entschlossen sich, als Antwort auf die militärische Aggression und die Massaker an PalästinenserInnen im Gazastreifen die Austragung zu boykottieren.
Schon vor mehreren Monaten hatte Indonesien die Internationale Tennisföderation gebeten, die Play-offs in einem neutralen Land abzuhalten, doch ihrem Antrag wurde nicht Folge geleistet. Tel Aviv wurde als offizieller Austragungsort festgelegt. Nach dem Reglement der Internationalen Tennisföderation muss eine Mannschaft, die den Antritt bei offiziellen Play-offs verweigert eine hohe Geldstrafe bezahlen. Wegen des Boykotts der Play-offs in Tel Aviv steht diese nun auch dem indonesischen Nationalteam ins Haus. Darüber hinaus droht ihr Rauswurf aus der World Group II.
Trotz dieser harten Konsequenzen haben die indonesische Regierung und der nationale Tennisverband angesichts der gegenwärtig verübten Kriegsverbrechen des Besatzungsregimes entschieden, ein klares Zeichen gegen die Angriffe auf die palästinensische Zivilbevölkerung zu setzen und die seit Langem praktizierte Antinormalisierungspolitik Indonesiens gegenüber dem Besatzungsregime beizubehalten. Der Sprecher des indonesischen Außenministeriums Desra Percaya erklärte dazu vor der Presse: „Wir sind in diesen Tagen Zeugen einer israelischen Militärinvasion. Palästinensische Regierungsmitglieder und Parlamentsabgeordnete wurden in Scharen verhaftet. Unter diesen Umständen ist es gänzlich undenkbar, dort ein Tennismatch auszutragen.”
Diese Regierungsentscheidung wurde wesentlich von der Prosperous Justice Party (PKS) vorangetrieben, die Teil von Präsident Susilo Bambang Yudhoyonos Regierungskoalition ist. In Indonesien wurde die Entscheidung, die Play-Offs zu boykottieren, vorbehaltlos begrüßt, denn die palästinensische Sache findet seit jeher starke Unterstützung unter der Bevölkerung.
Indonesien, das Land mit der größten muslimischen Bevölkerung der Welt, hat niemals offizielle diplomatische Beziehungen zu Israel aufgenommen. Doch trotz des Fehlens offizieller diplomatischer Verbindungen gab es über lange Jahre Geschäfts- und Militärbeziehungen mit dem Besatzungsregime. Häufig wurden diese durch ihre Abwicklung über Drittländer verschleiert.
So kaufte Indonesien 1996 unbemannte Flugzeuge von Israel. Schon zuvor beschaffte Indonesien der israelischen Luftwaffe (IAF) überschüssige Skyhawk-Kampfbomber. Das Suhartoregime kaufte über den mit dem Mossad in Verbindung gebrachten Waffenhändler Shaul Eisenberg außerdem israelische Uzi-Maschinenpistolen und andere Waffen.
Es gab auch Berichte darüber, dass der israelische Geheimdienst Mossad unter dem Deckmantel einer Geschäftsniederlassung über viele Jahre hinweg in Jakarta aktiv gewesen sei. Gerüchten zufolge sollen außerdem indonesische Offiziere in Israel in Antiterrormethoden ausgebildet worden sein und die Nachrichtendienste beider Länder seit den späten 60er Jahren Informationen ausgetauscht haben.Der ehemalige Präsident Abdurrahman `Gus Dur' Wahid und Mitglied der Shimon Peres Foundation unternahm im Jahr 1999 einen Versuch, offizielle bilaterale Beziehungen mit dem Apartheidstaat Israel aufzunehmen. Er wurde aber sowohl durch die Opposition, als auch Mitglieder seiner eigenen Partei zurechtgewiesen.
In der letzten Zeit wurde von Seiten der USA und der zionistischen Lobby der Druck auf Indonesien neuerlich verschärft, um die Aufnahme offizieller diplomatischer und wirtschaftlicher Beziehungen mit dem Besatzungsregime zu erzwingen. Gerade deshalb kommt dem symbolischen Schritt, die Tennis-Play-offs in Tel Aviv zu boykottieren, eine besondere Bedeutung zu. Im Interesse des palästinensischen Volkes bleibt zu hoffen, dass Indonesien auch in Zukunft Beziehungen zum Apartheidregime Israel ablehnen wird und auch die verdeckten Geschäftsbeziehungen ökonomischer und militärischer Natur endgültig gekappt werden.


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