Nein zur Apartheid auf Schienen - Schweizer AktivistInnen blockieren die Fahrt der Connex Shuttle
Internationale Solidarität, The Grassroots Palestinian Anti-Apartheid Wall Campaign, Mar 20, 2006
Schweizer AktivistInnen des Collectif Urgence Palestine intensivieren ihre Kampagne gegen den Connex durch direkte Aktionen gegen den Konzern, der offen die rassistische Apartheidpolitik Israels unterstützt. Die AktivistInnen unterbrachen den Shuttleverkehr einer von Connex betriebenen Linie und zeigen damit, wie einfach es eigentlich ist, gegen jene vorzugehen, die zur Maximierung ihrer Profite auf die Apartheidpolitik Israels bauen.
Connex ist es 2002 gelungen, im Rahmen des Ausbaus des Stadtbahnnetzes Jerusalems in die besetzte Westbank hinein einen Megaauftrag zu erhalten. Der Multi soll in einem Joint-Venture mit israelischen Firmen in den nächsten 30 Jahren für die Jerusalemer Besatzungs-Stadtverwaltung, die für ihre rassistische Politik berüchtigt ist, eine neue wichtige Straßenbahnlinie betreiben. Diese Straßenbahn hält nur in den rein-jüdischen Siedlungen in Jerusalem und verbindet sie mit jenen im Westjordanland. Der ebenfalls in Frankreich beheimatete Konzern Alstom ist auch an dem Vorhaben beteiligt. Beide Multis profitieren damit direkt von der militärischen Besatzung des Westjordanlandes, unter der die PalästinenserInnen zu leiden haben und von der gezielten Verdrängung der palästinensischen BewohnerInnen Jerusalems aus ihrer Hauptstadt.
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| Oben: 1 In Redebeiträgen verurteilen die AktivistInnen die Konzernpolitik von Connex und kündigen weitere Blockadeaktionen in der Schweiz an. |
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| Oben: Nein zur Apartheidstraßenbahn |
Palästinensische Gruppen haben wegen ihrer wichtigen Rolle in diesem Vorhabens, das nach dem Völkerrecht als Kriegsverbrechen zu qualifizieren ist, denn es dient der Annexion besetzter Gebiete, zu einem weltweiten Boykott gegen Connex und Alstom aufgerufen.
Konkrete Solidaritätsarbeit und Protestaktionen, wie jene der schweizerischen AktivistInnen, sind notwendig, um Connex zum Ausstieg aus dem Jerusalemer Stadtbahnprojekt und einem Ende ihrer Unterstützung für Israels Apartheidpolitik zu bringen:
Am Samstag, den 11. März brachten rund 40 AktivistInnen den Zustrom der BesucherInnen zur berühmten Genfer Autoausstellung völlig zum Stillstand. Sie besetzten einen Shuttle-Bus der „Dupraz Bus-Connex“, der die Ausstellungshalle mit dem Parkgelände verbindet. Transparente wurden entrollt und Sticker gegen die „Straßenbahn der Apartheid“ am Bus angebracht.
In Reden und Flugblättern wurde angeprangert, dass die Autoausstellung dieses Jahr den Shuttlebusbetrieb privatisiert und dem Connex-Konzern überlassen hatte, während zuvor immer die öffentlichen Verkehrsbetriebe diesen Service erbracht hatten.
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| Oben: Freiheit für Palästina |
Collectif Urgence Palestine verurteilt besonders, dass gerade die Region Genf Aufträge an den Connex-Konzern vergibt, wo doch die Schweiz als Aufbewahrungsort der Genfer Konvention, welche die Rechte der Zivilbevölkerung unter Besatzung schützt, nicht mit Unternehmen zusammenarbeiten sollte, die gerade diese internationalen Bestimmungen verletzen und das israelische Apartheidregime in Palästina unterstützen.
Die internationale Kampagne gegen Connex läuft bereits in mehreren Ländern. In Frankreich, der Heimat des Multis, haben Solidaritätsgruppen erfolgreich das Bewusstsein der Öffentlichkeit gegen die Mittäterschaft des Konzern bei der Verdrängung der palästinensischen Bevölkerung aus Jerusalem sensibilisiert. Die Frage ist auch von Gewerkschaftsführern aufgegriffen worden, die sie nun bei nationalen Entscheidungsträgen vorbringen.
Diese Kampagne richtet sich gegen jegliche Komplizenschaft international agierender Firmen und Konzerne mit der Besatzungsmacht. Es soll aber auch ins Bewusstsein gerufen werden, wie schnell jeder Einzelne Teil der international eng verflochtenen wirtschaftlichen und politischen Interessen werden kann und indirekt das rassistische Projekt des Zionismus sponsert.
Nur wenn wir uns klar gegen dieses System der Unterdrückung und Profitmacherei wenden, kann die internationale Finanzierung und Unterstützung, von der das israelische Apartheidregime abhängig ist, gestoppt werden. Damit setzten wir konkrete Zeichen der Solidarität mit den PalästinenserInnen in ihrem Kampf um Befreiung.
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