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JORDANTAL - Zerstِörungskampagne der Besatzungsmacht im Jordantal...doch die PalästinenserInnen bauen an ihrer Zukunft
Fotos, The Palestinian Anti-Apartheid Wall Campaign, Aug 9, 2007
An nur einem einzigen Tag zerstِörte die Besatzungsmacht im Jordantal vier palästinensische Wohnhäuser und zwei Wasserreservoirs. Betroffen waren die Dörfer Bardala, Sahel Libqeya, Frush Beit Dajan und Jiftlik.
Unsere Fotodokumentation der aktuellen Ereignisse belegt die systematischen Angriffe der Besatzungsmacht auf unser Land und unsere Lebensgrundlagen.
Dennoch geben die PalästinenserInnen im Tal nicht nach und errichten Schulen, Infrastruktur und Wohnhäuser als Zeichen des Überlebenswillens und des Widerstandes gegen die Politik der Zerstörung und Vertreibung.
Die israelische Politik der schleichenden ethnischen Säuberung wird niemals siegen. Wir PalästinenserInnen werden uns weiterhin widersetzen und auf unserem Land bleiben.
Die Zerstِörungsorgie des 9. August
Zu den wohl perfidesten Methoden der Besatzungsmacht um PalästinenserInnen Schritt für Schritt aus dem Jordantal zu vertreiben und sie durch zionistische Siedler zu ersetzen gehört es, den angestammten BewohnerInnen den Zugang zu den Wasserressourcen zu entziehen. In den extrem heißen trockenen Sommern im Tal wird das Überleben zur Tortur und die Landwirtschaft zur Unmöglichkeit.
Die Besatzungsarmee fiel am Morgen in Bardala, im nِördlichsten Teil des Jordantales, ein. Mit ihrem Bulldozer zerstörten sie ein Wasserreservoir, das die Bewässerung mehrerer Felder und Gewächshäuser sichergestellt hatte.
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| Oben: VORHER: Wasserreservoirs wie dieses sind im Jordantal die Grundvoraussetzung, um Landwirtschaft betreiben zu kِönnen. Von hier bezog das palästinensische Dorf Bardala sowohl Trinkwasser als auch Wasser für die Bewässerung der Felder... |
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| Oben: ُNACHHER: ...heute Morgen wurde es von der Besatzungsarmee in Trümmer gelegt. |
Danach setzte der Zerstörungstrupp seinen Weg Richtung Süden fort. Die nächsten Ziele befanden sich im Gebiet Sahel Libqeya, unweit der Beduinensiedlungen al Hadidya und Humsa, die von der Totalräumung bedroht sind. Die schweren Baumaschinen brauchten nur kurze Zeit, um zwei palästinensische Wohnhäuser in Trümmer zu legen.
Doch damit nicht genug. Die Armee setzte ihren Feldzug weiter fort und zerstörte ein weiteres Wasserreservoir in Frush Beit-Dajan.
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| Oben: Ein Siedler überwacht gemeinsam mit den Besatzungssoldaten die Zerstörung des Wasserreservoirs im palästinensischen Frash Beit Dajan. Im Jordantal haben sich die Siedler bisher über 90% der Wasserressourcen der PalästinenserInnen angeeignet. |
Kurze Zeit später tauchte dasselbe Kommando im Dorf Jiftlik auf. Mit wenigen Schaufelschlägen des Baggers war das neue Haus eines jungen Dorfbewohners zerstört. Eine weitere Familie in Jiftlik wurde an diesem Tag ebenfalls obdachlos. Da die Besatzungsmacht den DorfbewohnerInnen systematisch Baugenehmigungen verweigert und Gebäude, die ohne Bewilligung errichtet wurden regelmäßig einreißt, hatte sie sich mit einem Wohncontainer beholfen. Dieser wurde nun von den Soldaten beschlagnahmt, auf einen Sattelschlepper aufgeladen und kurzerhand abtransportiert.
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| Oben: VORHER: Das Wohnhaus, das die Besatzungsarmee heute morgen in Jiftlik in Trümmer gelegt hat, war bereits vor zwei Jahren mit einem Abrissbescheid belegt worden. Die ganze Zeit über lebte sein Besitzer unter dem Damoklesschwert der drohenden Zerstörung. Jedes Mal, wenn die israelische Armee ins Dorf einfiel, fürchtete er, von einem Moment auf den anderen obdachlos zu werden. |
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| Oben: NACHHER: Das einfache Wohnhaus bestand aus wenig mehr als einem Zimmer. Der Besitzer stand kurz vor seiner Hochzeit. Das Haus hätte die junge Familie beherbergen sollen. |
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| Oben: In Jiftlik beschlagnahmten die Besatzungsstreitkräfte einen Container, der als Wohnhaus diente und brachten ihn an einen unbekannten Ort. |
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| Oben: …gleichzeitig werden über den Checkpoint Hamra neue Wohncontainer ins Jordantal gebracht, mit denen die zionistischen Siedlungen verstärkt und ausgebaut werden. |
...doch die PalästinenserInnen bauen an ihrer Zukunft im Jordantal
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| Oben: Kinder in der Schule von Ein al Beida, im Norden des Jordantales, trinken aus dem neuen Wasserspender, der gestern im Schulhof angeschlossen wurde. |
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| Oben: Den BewohnerInnen des nahegelegnen Dorfes Bardala ist es gemeinsam mit der von der Anti-Apartheid Wall Campaign ins Leben gerufenen Initiative Rettet das Jordantal gelungen, bei der UNICEF und dem Ma'an Development Center Renovierungsarbeiten an der öffentlichenSchule anzuregen. |
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| Oben: In Fasa'il wurden vor wenigen Tagen die ersten Lehmziegel für die neue Schule fertiggestellt. Das ganze Dorf packt mit an, um den Kindern endlich vor Ort Unterrichtsräume anbieten zu können ihnen die ermüdenden Fußmärsche zur nächsten Schule zu ersparen. Das Gebäude wird in der traditionellen Bauweise errichtet, die auf die Kanaaniter zurückgeht. Die Errichtung der Schule ist Teil der Initiative Education Not Occupation - Bildung statt Besatzung, die von der Anti-Apartheid Wall Campaign und dem lokalen Komitee als Teil der Initiative Rettet das Jordantal ins Leben gerufen wurde. Mit der Errichtung der Lehmschule setzten die BewohnerInnen Fasa’ils ein Akt des politischen Ungehorsams gegen die Besatzungspolitik. Denn nicht einmal der Bau von Bildungseinrichtungen wird von der Besatzungsmacht im Jordantal genehmigt. |
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