Apartheidstraßennetz und Tunnel
Kommentierte Karte, The Grassroots Palestinian Anti-Apartheid Wall Campaign, Feb 26, 2005
[Nur an diesen Punkten wird es Palästinensern möglich sein, Siedlerhighways zu passieren, d.Ü.]. Die Siedlerhighways, längs derer Pufferzonen zusätzliches Land verschlingen, schneiden die Palästinenser von ihren Anbaugebieten und Weiden ab. Selbst Dörfer und Städte werden so völlig voneinander isoliert. Sechs Tunnel unter Siedlerhighways sind bereits fertig gestellt, die anderen sind in Bau oder geplant.
Das palästinensische Volk ist im System dieser Tunnel und Apartheidstraßen gefangen. Es wird gezwungen in versprengte Gettos verstreut zu leben. Die Besatzungsmacht sichert sich mittels dieser Apartheidinfrastruktur langfristig die Kontrolle über die Gettos und die Menschen, die in ihnen leben müssen. Sobald ein Dorf, ein Tal oder ein ganzer Bezirk nur mehr über eine einzige Straße erreichbar ist, wird es ein Leichtes, dort mit Besatzungstruppen einzufallen und ganze Gemeinden anzugreifen und zu zerstören, um danach wieder abzuziehen. Zurück bleiben gefangene Palästinenser ohne Souveränität, ohne Sicherheit und ohne Kontrolle über ihr eigenes Leben.
Mit dem Apartheidstraßennetz, den Tunneln und der Apartheidmauer zeichnen sich schon heute die Umrisse der „endgültigen Lösung“ des Konflikts ganz nach dem Geschmack der Besatzungsmacht ab. Mit den Tunneln soll dem amerikanischen Drängen nach maximum contiguity – einem möglichst zusammenhängenden palästinensischen Gebiet – Genüge getan werden.
Die Besatzungsmacht hat auch schon eine Bezeichnung für die versprengten Palästinensergettos, die lediglich durch Tunnel und Straßen, die der permanenten Kontrolle der Besatzungstruppen unterliegen, verbunden sind: lebensfähiger palästinensischer Staat – „viable Palestinian state“.
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Die
palästinensische Kampagne gegen die Apartheidmauer
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