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Drei der Familien, deren Wohnhäuser schon bald von den israelischen Bulldozern dem Erdboden gleich gemacht werden könnten, haben keinerlei andere Unterkunft. Dreißig Menschen droht die Obdachlosigkeit. Lediglich einer der Betroffnene, Ali Salim Mousa, besitzt ein zweites Haus, das von einem Teil seiner 18-köpfigen Familie bereits jetzt als Wohnraum genutzt wird. Israelischer Abrissbescheid gegen den Wasserspeicher Al-Khaders Al Khader leidet aufgrund seiner Lage unter chronischer Unterversorgung mit Trinkwasser. Um diesem ernsthaften Problem abzuhelfen, investierte die Palestinian Hydrology Group an die € 70.000 und errichtete einen neuen Wasserspeicher, der gerade erst im vergangenen Februar fertiggestellt wurde. Das neue gemeindeeigene Depot fasst 125 Kubikmeter und dient der Versorgung des historischen Dorfzentrums und des Schulviertels. Dreißig Familien und 2500 SchülerInnen hängen von der Wasserzufuhr aus dem neuen Speicher ab, der nun ebenfalls von den Besatzungsbehörden ins Visir genommen wurde. Während die BewohnerInnen Al-Khaders um das Fortbestehen ihres Dorfes bangen müssen, beschloss die palästinensische Autonomiebehörde unter Salam Fayyad, einige der Sitzungen der groß aufgezogenen palästinensischen Investitionskonferenz in Al Khader anzuberaumen, die auch internationale Geldgeber anziehen sollte. Wegen der berühmten „Pools of Salomon“, ist das Dorf eines jener potentiellen Tourismusdestinationen, die im Rahmen der Konferenz als zükunftige Entwicklungshoffnungen für die Wirtschaft Palästinas präsentiert werden sollten. Nach den Vorstellungen Fayyads sollen Projekte im Tourismus ebenso wie Vorhaben in anderen Branchen in Kooperation mit den zuständigen israelischen Ministerien verwirklicht werden. Doch es kommt wohl der Realitätsverweigerung gleich, wenn in einer Situation, in der die palästinensische Bevölkerung Tag für Tag Teile ihres Landes und damit auch ihrer ökonomischen Basis verliert, daran festgehalten wird, gerade jene Regierung, die für diese Maßnahmen verantwortlich zeichnet, als verlässlichen Partner für die wirtschaftliche Entwicklung des Westjordanlandes zu begreifen. This page originated from /german/cgi-bin/german/latesnews/printer_249.shtml on the Stop The Wall website at StopTheWall.org. Please feel free to print and disseminate this page widely. |
