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Krankenwagen und Ärzte wurden herbeigerufen, doch als sie vor Ort ankamen, verbaten ihnen die Besatzungstruppen, das schwer verletzte Mädchen zu behandeln. Sie wurden gar nicht bis zum Schauplatz des Angriffes vorgelassen. Rasha, die Freundin Do’as, blieb unverletzt und es gelang ihr, wegzulaufen, bevor die Besatzungstruppen eintrafen. Doch Do’a blieb am Boden liegen und die Soldaten sahen untätig zu, wie sie verblutete. Noch am Nachmittag desselben Tages wurde Do’a begraben. Ihr Leichnam wurde auf den Schultern von Freunden und Verwandten durch die Straßen getragen. Mehrere Hundert Menschen nahmen am Begräbnis teil, das im Zeichen des Protests und der Wut über diesen skrupellosen Mord stand. Freunde und FreundInnen Do’as und SchülerInnen aus allen Teilen Tulkarems folgten dem Trauerzug, der Do’a schließlich am Friedhof von Tulkarem zur letzten Ruhe bettete. Do’as Vater fehlte jedoch bei dem Begräbnis. Er ist einer von mehr als 10 000 palästinensischen Gefangenen, die in israelischen Gefängnissen festgehalten werden. Die Besatzungsmacht hatte ihm nicht gestattet, seine Tochter ein letztes Mal zu sehen. Während des Trauerzuges riefen die Menschen zur Einheit der PalästinenserInnen auf und verlangten von den verschiedenen politischen Fraktionen, anstatt sich gegenseitig zu bekämpfen, gemeinsam gegen die Besatzung anzugehen. Das ganze Dorf Fara’on, Schauplatz des Mordes an Do’a, ist durch die Apartheidmauer schwerstens beeinträchtigt: Es wird von drei Seiten umzingelt. Ein Großteil der landwirtschaftlichen Grundstücke wurden dadurch entweder völlig zerstört oder soweit abgeriegelt, dass sie ihre palästinensischen Eigentümer nicht mehr betreten und bebauen können. Fara’on leidet zudem unter den Umweltgiften, mit denen die israelische Chemiefabrik Gheshuri das Dorf verseucht. This page originated from /german/cgi-bin/german/latesnews/printer_174.shtml on the Stop The Wall website at StopTheWall.org. Please feel free to print and disseminate this page widely. |
