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Mit diesen irrwitzigen neuen Vorschriften, die im vergangenen Monat verlautbart wurden, sollen die letzten PalästinenserInnen aus dem Landstreifen entlang des Jordanflusses vertrieben werden. In Tayassir und am Al-Hamra-Checkpoint, die an den wenigen Zufahrtsstraßen liegen, über die das Jordantal noch betreten werden kann, wurden vergangene Woche mehrmals Personalausweise von Palästinensern konfisziert, weil sie „außerhalb ihrer Dörfer übernachtet hatten“. Für die Bauern und Bäuerinnen aus dem Jordantal ist es lebensnotwendig, ihre Produkte auf den Märkten des Westjordanlandes und besonders im Bezirk Tubas verkaufen zu können. Das heißt häufig, so lange dort übernachten zu müssen, bis alle Waren verkauft sind. Doch schon seit September kündigten sich Verschärfungen in der Abriegelungspolitik und bei den Reisebeschränkungen für PalästinenserInnen an. Anfangs ließ man die JordantalbewohnerInnen für Stunden ohne jeden Grund an den Checkpoints Richtung Westjordanland warten. Als zweiter Schritt wurde verfügt, dass überhaupt nur mehr PalästinenserInnen mit Hauptwohnsitz im Jordantal die Checkpoints überqueren dürfen, welche dieses hermetisch vom Rest des besetzen Westjordanlandes abriegeln. Als dritte Restriktion verfügte nun die Besatzungsmacht, dass es den PalästinenserInnen aus dem Jordantal verboten sei, außerhalb ihrer Dörfer zu übernachten. Zuletzt blieben die Checkpoints für die ganze Dauer der jüdischen Feiertage geschlossen. Damit wurden PalästinenserInnen einem totalen Reiseverbot unterworfen.
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