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TODESOPFER – Israelischer Besatzungssoldat erschießt 13-jähriges Schulmädchen an der Apartheidmauer
Aktuell, The Palestinian Anti-Apartheid Wall Campaign, Jan 3, 2007

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Fara’on, Palästina - Do’a Abdel Khader Naser, ein 13-jähriges palästinensisches Mädchen aus Izbet Naser starb am 19. Dezember 2006 durch die Kugeln eines israelischen Besatzungssoldaten. Do’a war auf ihrem Heimweg von der Schule, der entlang der Apartheidmauer führt. Nahe des Dorfes Fara’on erschoss sie ein Besatzungssoldat. Er hatte Do’a an der Hand und in die Brust getroffen.

Einige BewohnerInnen des Dorfes Fara’on (Bezirk Tulkarem) wurden AugenzeugInnen des Geschehens und berichteten, dass der Soldat einen Kugelhagel auf Do’a und ihre zehnjährige Freundin Rasha abgefeuert hatte. Die beiden Mädchen waren zu Fuß entlang der Apartheidmauer nördlich des Dorfes von der Schule nach Hause unterwegs, als sie plötzlich angegriffen wurden.
Krankenwagen und Ärzte wurden herbeigerufen, doch als sie vor Ort ankamen, verbaten ihnen die Besatzungstruppen, das schwer verletzte Mädchen zu behandeln. Sie wurden gar nicht bis zum Schauplatz des Angriffes vorgelassen. Rasha, die Freundin Do’as, blieb unverletzt und es gelang ihr, wegzulaufen, bevor die Besatzungstruppen eintrafen. Doch Do’a blieb am Boden liegen und die Soldaten sahen untätig zu, wie sie verblutete.

Noch am Nachmittag desselben Tages wurde Do’a begraben. Ihr Leichnam wurde auf den Schultern von Freunden und Verwandten durch die Straßen getragen. Mehrere Hundert Menschen nahmen am Begräbnis teil, das im Zeichen des Protests und der Wut über diesen skrupellosen Mord stand. Freunde und FreundInnen Do’as und SchülerInnen aus allen Teilen Tulkarems folgten dem Trauerzug, der Do’a schließlich am Friedhof von Tulkarem zur letzten Ruhe bettete. Do’as Vater fehlte jedoch bei dem Begräbnis. Er ist einer von mehr als 10 000 palästinensischen Gefangenen, die in israelischen Gefängnissen festgehalten werden. Die Besatzungsmacht hatte ihm nicht gestattet, seine Tochter ein letztes Mal zu sehen.

Während des Trauerzuges riefen die Menschen zur Einheit der PalästinenserInnen auf und verlangten von den verschiedenen politischen Fraktionen, anstatt sich gegenseitig zu bekämpfen, gemeinsam gegen die Besatzung anzugehen.

Das ganze Dorf Fara’on, Schauplatz des Mordes an Do’a, ist durch die Apartheidmauer schwerstens beeinträchtigt: Es wird von drei Seiten umzingelt. Ein Großteil der landwirtschaftlichen Grundstücke wurden dadurch entweder völlig zerstört oder soweit abgeriegelt, dass sie ihre palästinensischen Eigentümer nicht mehr betreten und bebauen können. Fara’on leidet zudem unter den Umweltgiften, mit denen die israelische Chemiefabrik Gheshuri das Dorf verseucht.




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